„Wahrheiten, die ich glaubte…“ – Teil 3

Der vorerst finale Teil der „Wahrheits-Reihe“, des „Trio infernale“ sozusagen. Wie auch im vorherigen Teil verweise ich nochmal auf Teil 1 – Ernährung und Teil 2 – Training. Wer diese komplett lesen möchte ist herzlich eingeladen und kann entsprechend einfach auf die Links klicken. Da die Beiträge nicht aufeinander aufbauen spielt die Reihenfolge keine Rolle, sondern kann nach Belieben gewählt werden. Für alle, denen eine kurze Zusammenfassung genügt geht es wie folgt weiter:

Teil 1 – Ernährung

  1. Du musst frühstücken.
  2. Du brauchst einen Proteinshake nach dem Training.
  3. Iss so wenig Kohlenhydrate wie möglich.
  4. Iss keinen Süßkram.

Teil 2 – Training

  1. Ich kann meine Trainingspläne selber schreiben.
  2. Länger als 60 Minuten sollte man nicht trainieren.
  3. Die Grundübungen reichen aus um eine gewünschte Optik zu erhalten.

Nun zum

Mindset

Das Mindset bzw. die Glaubensätze, die wir im Kopf haben sind in den meisten Fällen der entscheidende Faktor ob etwas gelingt oder nicht. Das beginnt beim „eigentlich“ simplen Vorhaben abzunehmen oder Muskulatur aufzubauen. Wobei Abnehmen im Prinzip nur eine Komponente voraus setzt, nämlich das Kaloriendefizit, sollte für den Muskelaufbau erstens ein Überschuss und zweitens ein Muskelreiz gesetzt werden. Ganz einfach möge man meinen, aber die Realität zeigt etwas anderes: Nämlich viele Menschen, die mit sich und ihrem Körper unzufrieden sind und ihre Ziele nicht erreichen. Meist steht man sich selbst im Weg. Siehe Teil 2, Trainingspläne selber schreiben und so.

Welche Glaubenssätze sich in diesem Jahr bei mir verändert haben folgen nun:

Du weißt genau was du willst.

Naja, zumindest dachte ich, dass ich genau weiß was ich will. Für meinen Körper, mein Aussehen und mein Training. Ich dachte ich wüsste, wie ich mich entwickeln wollte: Kraft, Bodybuilding, Kettlebelltraining. Alles das macht einfach mega Bock. Macht es mir immer noch. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass es bei so vielen vermeintlichen Vorlieben unweigerlich in verschiedene Richtungen geht. Die Gewichtung der einzelnen Vorlieben habe ich bis dato nie ganz auf die Kette gekriegt. Das war auch der Grund für die Stunden unproduktiven „Schreibens“ eigener Trainingspläne. Wenn ich versuchte alle Methoden und Facetten von Sport in einen Plan zu packen konnte ich nur scheitern. Scheiße war nur, dass ich das erst nach den unproduktiven Stunden raffte. Zu Beginn sagte ich mir noch, dass es ja schon irgendwie passen könnte. Käse. Wie das ausging wurde ja bereits ausführlich im vorherigen Teil geschrieben.

So stand ich da, wusste nicht was ich wollte und musste mich also erstmal damit beschäftigen. Ich rate dies wirklich mal zu tun. Sich über seine Ziele bezüglich Figuroptimierung oder sonstiges ernsthaft Gedanken zu machen. Je detaillierter das Bild wird umso besser für dich und denjenigen, der dir dann beim planen hilft.

Über die Jahre hinweg besuchte ich unzählige Workshops und Vorträge mit unterschiedlichen Philosophien. Nach solchen Workshops war ich natürlich immer voll auf heiß drauf alles Gelernte sofort umzusetzen. Nach dem Erhalt meiner CKT 1 war ich beispielsweise total geil darauf mein Kettlebelltraining aufs nächste Level zu hieven. Jedoch kam ich nicht ganz mit der Vorstellung zu Recht jetzt nur noch die Kugel zu schwingen. Da fehlt mir einfach irgendwas. Also wurde das Kettlebelltraining in das aktuelle Krafttraining etabliert. Das ging dann so lange gut, bis merkte, dass es dann wohl doch nicht so da gelbe vom Ei ist. Irgendwas fehlte mir und die Lust am Training schwand.

Ich dachte lange darüber nach was mich letzten Endes über die Jahre hinweg immer wieder in meinem Training begleitet hatte und welche Phasen meines Trainings am meisten Spaß machten, denn darum geht es doch, oder? Den Spaß, den man dabei hat. Alles andere funktioniert langfristig einfach nicht.

Ich musste erkennen, dass meine Optik einfach immer im Vordergrund meiner Bemühungen stand. Egal was ich machte, ich konnte nicht einfach für irgendeine Funktion trainieren. Auch wenn sich durch das Lernen und Üben von „Skills“ Veränderung in der Optik ergeben sind diese eventuell nicht die, die man sich selbst wünscht. So war es bei mir.

Seit April, also seitdem ich mich coachen lasse, heißt es nur noch Training fürs Auge. #masse

Ich will einfach geil aussehen. Mich morgens im Spiegel anschauen und denken: Fuck man, geile Sau. Meine Adern sollen mir aus der Haut schießen. Man soll sehen, dass ich trainiere. Ich will doch niemandem erklären müssen was ich tue. Das soll man sehen.

In diesem Sinne: Go fort he Pump!

Du trainierst hart genug.

Bla, bla, bla. Hand aufs Herz: Jeder denkt, dass er zu viel macht oder genug macht. Jeder will sich doch nach einen vermeintlich anstrengenden und produktiven Tag nur noch auf die Couch hocken und den Abend in irgendeiner Art und Weise ausklingen lassen. Mit dem Training ist es doch nicht anders. Da schnürt man sich seit Jahren mal für 45 oder 60 Minuten mal die Schuhe, schwitzt und stöhnt etwas und schon verfällt man im Anschluss wieder in das selbe alte Muster in dem man sich mal wieder was „gönnen“ kann. Schwachsinn. Jetzt zähle ich mich nicht unbedingt zu der Gruppe, die abends auf der Couch hockt und sich ne Packung Toffifee reinzieht, aber irgendwas bleibt doch immer auf der Strecke. Wir alle kennen diesen „Ach komm, das passt schon“-Moment in dem wir entweder von unserer Ernährung abweichen oder halt im Training auch mal ne Wiederholung auslassen.

 

Ernsthaft: Jeder kann härter trainieren.

Selbst die, die hart trainieren können härter trainieren. Härter zu trainieren bedeutet Muskeln mehr zu „schocken“, wie Arni sagte. Das ermöglicht einen größeren Wachstumsreiz. Doch viele sind nicht bereit den Schmerz in Kauf zu nehmen, der dadurch einhergeht. Jaja, das wurde schon tausendmal geschrieben. Viel schlimmer ist es allerdings festzustellen, dass man trotz aller bereits in Kauf genommenen Leiden im Training (positiver Schmerz) immer noch einen Schritt weiter gehen könnte. Ich habe mich immer gerne im Training zu Sachen gezwungen. Bewusst Übungen ausgewählt, die mir nicht sonderlich gefallen, die mich aber weitergebracht haben. Jedoch gab es rückblickend Momente, die ich hätte besser nutzen und ausfüllen konnte. Ich musste feststellen, dass noch mehr geht.

Klar hatte ich Erfolg, aber der Gedanke an das verschwendete Potenzial war nicht auszuhalten. Also quäle ich mich wieder mehr, bis ich merke, dass da doch noch wieder mehr geht.

Nur weils weh tut, heißt es nicht, dass dort Ende ist. Da geht’s erst richtig los. Ein geiles Gefühl, oder nicht?

Alles muss geplant sein.

Seit ich zurück denken kann hatte ich immer einen Plan, zumindest fürs Training. Der Rest? Naja. Ernährung lief ganz gut, ich konnte meine Form gut halten (10% KFA im Durchschnitt) und sah mich nicht gezwungen dort was zu verändern. Doch Trainingspläne gehörten bei mir zur Standardausrüstung. Selbst spontane Einheiten wurden im Voraus von einer Planung begleitet. Ohne zu wissen was ich tue, konnte ich nicht trainieren, es ging einfach nicht. Wenn ich einen Plan für einen Zeitraum von sagen wir mal 4 Wochen ausgearbeitet hatte konnte ich nicht einfach Einheiten einschieben, die mein geplantes Training womöglich beeinflussten. Ich plante durchweg 4 Einheiten pro Woche zu absolvieren, probierte es auch mal mit 5 aber irgendwie erschien mir das zu viel.

Um Ostern herum hatte ich dann Urlaub. Eine komplette Woche frei um mich auf nichts anderes zu konzentrieren als auf mich. Ich plante nichts, keine Arbeiten mit Ausnahme von einigen wenigen Terminen, die meinen gemütlichen Alltag aber nicht stören sollten. Doch Training stand aufm Plan. What else? Ohne Training geht’s halt nicht. Das gehört dazu. Mein derzeitiger Plan sah wie gewohnt 4 Einheiten innerhalb einer Woche vor, getrennt in Oberkörper und Unterkörper. Die Woche endete damit, dass ich insgesamt 12 Einheiten absolvierte. Das war nicht geplant, aber geil. Ich fühlte mich mega. Ich besuchte Freunde und trainierte mit ihnen. Ich realisierte, dass dieser Lifestyle genau das ist was ich gerne mache. Ich liebe es einfach. Training jeden Tag, am besten zweimal am Tag.

Fortan absolviere ich fast täglich irgendeine Form von Training, einfach, weil ich Bock drauf habe. Meine Einheiten sind geplant, aber ich mache mir nun keine Sorgen mehr, dass mich der so oft erwähnte katabole Teufel holt, wenn ich halt mehr mache und dies meine Regeneration negativ beeinflussen könnte. Mein Körper sagt mir schon wann ich eine Pause brauche. Ich fühle mich zu nichts gezwungen. Ich bin entspannt. Ich lasse es einfach so laufen.

Ein gut gemeinter Rat

Mach das doch auch mal. Ziel setzen, Maßnahmen umsetzen und dann entspannt abwarten was passiert. Wenn dir jemand anderes was sagt ist das Ganze auch viel erträglicher. Das musste ich auch feststellen und jetzt läufts prächtig. Muckis da, Fett weg und gute Laune durchweg.

Mach dir keinen Kopf, entspann dich und lass dir von mir sagen was du tun kannst um geiler auszusehen und dich besser zu fühlen. Ein Klick genügt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.