Fitness gone wrong?

Die FIBO 2017 ist um und damit verlassen mehr oder weniger trainierte Körper in Heerscharen die Kölner Messehallen. Während man an Fachbesuchertagen gemütlich durch die Gänge schlurfen kann sind wie jedes Jahr die Privatbesuchertage brechend voll. Schon ein Blick auf Fotos genügt um einen Eindruck von der weltweit größten Fitnessmesse zu erhalten, welche anscheinend immer mehr an Aufmerksamkeit gewinnt. Zu beobachten ist dies vor Allem auch an dem Zulauf der Fachbesucher, welche von Jahr zu Jahr steigt. Jeder kennt mittlerweile irgendwen und organisiert sich eine Karte. Auch wenn dadurch weniger „Fachpersonal“ an den Fachbesuchertagen vorzufinden ist. Stören tut mich dies nur an einigen Punkten, welche aber noch folgen.

Die Diskussion darum wer denn nun überhaupt was mit Fitness am Hut und wer seine Daseinsberechtigung auf der FIBO hat war bereits im letzten Jahr gefühlt so groß wie nie zuvor. Mehr und mehr Youtuber sind heutzutage auf der digitalen Leinwand zu finden, bieten ihre Dienste für den ehrgeizigen Kunden oder die Kundin an. Durch die rasant wachsende Zahl an Menschen, die online ihren Senf dazugeben wollen hagelte es insbesondere im Verlauf des letzten Jahres Kritik aus der Bodybuildingszene. Etablierte Profis mit Rang und Namen knöpften sich vor Allem junge Bubis vor, welche in ihren Videos die Wahrheit propagierten und an ihre breite Zuschauerzahl weitergaben.

Wer da jetzt Recht hat bleibt offen. Aus meiner Sicht geht es in 90% der Fälle aber nicht darum jemandem nützliche Infos an die Hand zu geben, sondern sein eigenes Produkt an den Mann zu bringen.

Die falsche Priorität

Das beste Produkt ist bzgl. der FIBO dann die Marke von der ich als Athlet grade gesponsert werde. Top Athleten in der Bodybuildingszene propagieren ihre Marke als die Beste, wie könnte es auch anders sein?

Was dabei aber fragwürdig ist: Wenn es tatsächlich einen derart großen Unterscheid macht welches Pulver ich nun schlucke, wieso gibt es dann optisch so geringe Unterschiede?

Die Antwort: Supplemente sind lediglich Beschleuniger, die Kirsche auf der Sahnetorte, einem guten Fundament.

Viele Besucher der Messe scheinen dies zu vergessen. Ganz zu schweigen von der großen Anzahl derer, die nicht auf die Messe kommt.

Die Stufen der „Katabolität“

Jeder kennt diese Leute aus dem Studio, die von Booster XY und Eiweiß Soundso erzählen mit dem sie ach so tolle Fortschritte gemacht haben. 4 Wochen später berichten sie von anderen Produkten und Trainingsplänen. Fortschritt Fehlanzeige. Die meisten sehen nach 2 Jahren immer noch so aus wie auf ihrem Anmeldefoto. Diese Leute haben nichts begriffen. Es sind vermutlich genau die gleichen Leute, die es auf einer FITNESSMESSE nicht einmal schaffen die Treppe zu nehmen. Das geht mir einfach nicht in die Birne und ist mir seit Jahren ein Rätsel. Getreu nach dem Motto: „Keine Beine trainieren“ und „alles über 8 ist Cardio“. Einfach nur hohl.

Wenn ich mich schon aufgerafft habe um meine Fitness zu verbessern kann ich die natürlich auch außerhalb eines Studios tun. Ohne den richtigen Lifestyle kommst du keinen Meter vorwärts. Egal ob Mann oder Frau. Wenn das Fundament nicht stimmt, steht selbst das stabilste Haus nicht.

Meine 5 Fundamente für anhaltenden Erfolg lauten deshalb:

  1. Bewege dich wann immer es geht. Irgendwann liegen wir alle.
  2. Iss um Energie zu tanken, nicht abzugeben.
  3. Trainiere 3-4x die Woche mit einem langfristig gesetzten Ziel und halte dich an den Plan.
  4. Hab Spaß am Training und an der Bewegung.
  5. Bleib verletzungsfrei. Weniger Verletzungen -> mehr Bewegung -> mehr Energie -> mehr Erfolg.