Diabetes, Sport und Ernährung

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.

Noch immer sind der Großteil der Menschheit im Glauben ihr Ärzte könne ihnen alles sagen.

Doch welche Mittel und vor Allem Expertise haben Ärzte, neben einer Anpassung der Insulindosen und der Verschreibung von Medikamenten um den Blutzucker und damit die Gesundheit von Diabetikern zu verbessern?

Berater und Vertrauensperson

Für Diabetiker und viele andere ist der Arzt selbstverständlich in Sachen Gesundheit und eigener Körper die erste Anlaufstelle. Mit ihm wird die Insulintherapie besprochen und regelmäßig der Hba1c gemessen um herauszufinden an welchen Stellschrauben gedreht werden muss. Der Hba1c ist der Langzeitblutzucker und gibt Rückschlüsse über den Blutzuckerverlauf der letzten 3 Monate. Fällt dieser Wert zu hoch aus, so wird in den meisten Fällen eine Erhöhung der Insulindosis vorgenommen. Im Abgleich mit dem Tagebuch, welche man als Diabetiker führt lassen sich einzelne Tagesdosen individuell verstellen. So lässt sich zum Beispiel der BE-Faktor und/oder der Korrekturfaktor für unterschiedlichen Uhrzeiten verändern, welche für jeden Menschen individuell eingestellt werden müssen.

BE-Faktor: BE = Broteinheit, entspricht 12g Kohlenhydraten. Der BE-Faktor gibt an wie viel Insulin für eine BE (12g KH) verwendet werden muss um den Blutzucker stabil zu halten.

Korrekturfaktor: Gibt an um wie viel der Blutzucker nach der Gabe einer Einheit Insulin fällt. Ist der Faktor 30 muss für jede Abweichung vom Zielwert 1E Insulin gespritzt werden um wieder zum Zielwert zu gelangen.

Bsp. Zielwert: 100; 130 = 1E; 160 = 2E; usw.

Keine Alternativen?

Aufgrund des regelmäßigen Austauschs wird schließlich in allen Ratgebern empfohlen sich vor der Ergreifung einer Maßnahme an den behandelnden Arzt zu wenden. Egal ob es sich dabei um die Insulintherapie handelt oder um Sport und Ernährung. Der Arzt ist die erste Anlaufstelle.

Wann hat ihnen ihr Arzt das letzte Mal ein personalisiertes Sportprogramm mitgegeben, welches ihnen helfen könnte ihren Blutzucker zu stabilisieren und damit ihre Insulindosen zu verringern?

Wann hat ihnen ihr Arzt das letzte Mal einen Ernährungsplan mit an die Hand gegeben? Hat er ihnen schon jemals gesagt, dass Kohlenhydrate Einfluss auf ihren Blutzucker haben und sie diesen bei einer Reduzierung von Kohlenhydraten stabiler halten könnten?

Beide Maßnahmen sind hilfreich. Aufgrund dessen gibt es zu beiden einen kurzen Überblick.

1.       Sport

Durch Sport bzw. regelmäßigen Bewegung kann der Insulinbedarf drastisch gesenkt werden.

Ein erhöhter Energieverbrauch während der Belastung macht eine Blutzuckerkorrektur mittels Insulin in Abhängigkeit der Belastungsintensität mehr oder weniger unnötig. Die benötigte Energie wird auch in Abwesenheit von Insulin aus dem Blutkreislauf in die arbeitenden Zellen geschleust mit der Folge, dass der Blutzucker automatisch sinkt.

Je mehr Muskeln darüber hinaus aktiv sind und je mehr Muskelglykogen verbrannt wird, desto eher lagert der Körper Kohlenhydrate genau dort wieder ein. Ein super Effekt, wenn das Essen nicht direkt wieder auf den Hüften landen soll.

Auch nach der Belastung kann der Bedarf an Energie erhöht bleiben, was den Blutzucker wiederrum ohne die zusätzliche Gabe von Insulin stabil hält.

2.       Ernährung

Alle Nahrungsmittel bestehen aus den drei Makronährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten. Je nach Lebensmittel liegt die Verteilung zugunsten eines Makronährstoffes. Sie ALLE haben Einfluss auf den Blutzucker. Dabei haben Kohlenhydrate den größten Effekt auf den Blutzuckerspiegel. Unglücklicherweise ändert sich an der kohlenhydrathaltigen Ernährungsweise der meisten Diabetes Typ 1 Erkrankten nicht sonderlich viel.

Da Kohlenhydrate die größte Insulinausschüttung zur Folge haben bzw. im Falle des Diabetes eine Große Injektion von Insulin nötig machen, könnte der erste Schritt zwecks einer langfristigen Blutzuckerstabilisierung darin liegen weniger Kohlenhydrate zu essen. Weniger Kohlenhydrate bedeuten weniger Blutzuckeranstiege, weniger Blutzuckeranstiege bedeuten weniger Insulin.

Die geringere Dosis an Insulin welche benötigt wird vermindert somit weitere Blutzuckerschwankungen.

Als ersten Tipp empfehle ich jedem sein Frühstück mit Eiweiß und Fett auszustatten. Durch das Entfernen der Kohlenhydrate kann der Tag gleich mit weniger Insulin und mit stabilen Blutzuckerwerten begonnen werden. Man ist konzentrierter und energiereicher.

Viel Erfolg beim Ändern des Frühstücks und der Aufnahme eines Sportprogramms.

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