Ein stabiler Blutzuckerspiegel ist das A und O.

Ein stabiler Blutzucker begünstigt Energie, Leistung und Fettverbrennung. Drei Dinge von denen sich jeder mehr wünscht. Die Menge der jeweiligen Eigenschaft hängt ganz von den individuellen Zielen der Person ab.

Probleme

Auch Nicht-Diabetiker erleiden Blutzuckerschwankungen welche zu Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafproblemen und einer reduzierten Fettverbrennung mit eventueller Gewichtszunahme führen können. Diese Schwankungen fallen allerdings wesentlich geringer aus als bei erkrankten Personen.

Beim Diabetes Typ 1 handelt es sich um einen absoluten Insulinmangel, welcher im Gegensatz zum Typ 2 bis dato nicht kurierbar ist. Hier hilft die Beseitigung der Insulinresistenz durch angepasste Ernährung und ein Sportprogramm.

Was den Blutzuckerspiegel beeinflusst

  • Stress
  • Schlaf
  • Ernährung
  • Bewegung

Nicht nur jedes einzelne Teilchen wirkt sich auf den Blutzucker aus, sondern beeinflusst sich darüber hinaus auch untereinander, was wiederum die Gefahr auf einen unregelmäßigen Blutzucker potenziert. Konstanter Stress begünstigt Schlafstörungen. Konstanter Schlafmangel erhöht den Stresspegel und somit die Cortisolausschüttung (Man muss ja irgendwie wach bleiben). Unregelmäßiges Essen, ungesundes Essen und die falsche Nährstoffverteilung zu den falschen Uhrzeiten machen es dann noch unmöglich eines der drei oben genannten angestrebten Ziele zu erreichen.

„Eine ausgewogene Ernährung sollte laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung den Energiebedarf zu etwa 52–53 % aus Kohlenhydraten, zu 16–17 % aus Eiweiß und zu 28–31 % aus Fett decken und wird von dieser für alle Menschen, einschließlich der Diabetiker, empfohlen.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus#Ern.C3.A4hrung_bei_Typ-1-Diabetes)

Ernährung ist ja immer ein heiß diskutiertes Thema in Gesundheitskreisen. Die Antwort auf die Frage, wie es möglich ist einen stabilen Blutzucker aufrecht zu halten wenn man die Hälfte seiner Tagesenergie aus Kohlenhydraten zieht erschließt sich mir nicht. Begnadete Kohlenhydratverwerter mit entsprechender Genetik (von Rennpferden) seien hier mal außen vor gestellt.
Wissen wir doch, dass Kohlenhydrate die größte Auswirkung auf den Blutzucker haben. Kohlenhydrate lassen diesen je nach Quelle rasch ansteigen. Nur durch die Produktion des körpereigenen Hormons Insulin gelangt Zucker aus dem Blutkreislauf in unsere Zellen. Dieses Hormon wird beim Typ 1 Diabetiker nicht produziert. Somit fällt auch die Selbstregulation flach.

Was dagegen getan werden kann

Stress

  • Regelmäßig essen, 3 Hauptmahlzeiten inkl. 2 Snacks

Schlaf

  • Vor 23 Uhr schlafen gehen

Ernährung

  • Den Tag mit einem eiweiß- und fettreichen Frühstück starten
  • Nüsse als fettreiche Snacks nutzen

Für Eiweiß und Fett ist meist nur eine Korrekturrate nötig. Diese Rate gilt es, wie auch beim BE-Faktor, heraus zu finden. Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel zu stark ansteigen, welcher wiederum durch eine höhere Insulindosis beglichen werden muss. Dies kann wiederum zu einer Überdosierung führen, welche eine Unterzuckerung fördert, welche wieder Kohlenhydrate nötig macht usw.

  • Kohlenhydrate wenn nur abends verzehren

Die Menge an Insulin, welche abends zum Verwerten von Kohlenhydraten gegeben werden muss ist deutlich geringer als morgens. Abends werden nur rund 80% benötigt. Das heißt, dass 1-2BE in Abhängigkeit des BE-Faktors ohne die Gabe von Insulin verstoffwechselt werden können. Das kommt im Übrigen auch der Figur zu Gute. Eine höhe Insulinsensibilität hat noch niemandem geschadet.

Weniger Insulin bedeutet folglich ein minimiertes Risiko für Unterzuckerungen. So kann man auch beruhigt einschlafen. Es sei angemerkt, dass Unterzuckerung niemals ganz verhindert werden können. Die Autoregulation ist nunmal defekt.

Wir haben es selbst in der Hand für unsere eigene Gesundheit zu sorgen.

Die besten Ergebnisse werden in einer Kombination aus Ernährung, Bewegung und Schlaf erzielt. Sofern alles passt kann es sein, dass der Blutzucker teils sogar nur durch eine Basalrate stabilisiert werden kann ohne zu den Mahlzeiten Bolusraten zu verabreichen.

Viel Erfolg beim Stabilisieren des Blutzuckers: Für mehr Energie, Leistung und eine bessere Figur.