Die einen gehen ins Studio um stahlharte Körper zu formen, Kraft zu entwickeln und um – wie der bekannte Slogan einer großen Studiokette es formuliert –  „einfach gut auszusehen“. Andere wiederum möchten etwas für Ihre Gesundheit tun, sich einfach etwas mehr bewegen als der Alltag hergibt. Weitere bekämpfen die Strapazen des Alltags mit Training: Rückenbeschwerden werden in Reha-Praxen, Kursen und anderen Institutionen behandelt.

Was auch immer das Ziel des Einzelnen ist, im Grunde machen sie alle das Gleiche: BODYBUILDING!

Bodybuilding, dieses Wort mit dem kleinen Beigeschmack Testo, Tabletten, Pulvern, Schweiß und Arnold Schwarzenegger. Maskuline Frauen in Bikinis und brutale Monster in engen Schlüppern, 14 jährige Grünschnäbel, die aussehen wollen wie Ronnie und Arnold haben ihre Idole als Poster an der Wand oder als Hintergrund aufm Handy oder Desktop: Das ist Bodybuilding. Glauben zumindest die Meisten. Mädchen, die aussehen wollen wie Sophia Thiel aber auf gar keinen Fall Muskeln aufbauen wollen. Bei vielen Frauen ist es ja immer so ne Sache mit den Muskeln. Einmal ne Hanteln schief angeguckt, schon zeigts 5kg mehr auf der Waage an und die Klamotten passen nicht mehr. Böse Hantel. Aus dem Top gucken dann auch noch schöne runde Schultern und schlanke Arme, sowas unansehnliches. #nohate #strongissexy

Körpergewichtsübungen wie Liegestütze, Kniebeuge, Sprünge, Sprints, Klimmzüge oder am Boden rumkrabbeln, sowie spezielle Geräte, die der Gesundheit und Fitness dienen, werden gerne angenommen. Da wird ja nichts mit Eisen gemacht, sondern funktionelles Training mit dem eigenen Körper oder geführten Geräten. Der Körper ist nach einiger Regelmäßigkeit stärker, es drückt und zwickt weniger in der Lendenwirbelsäule, die Einkaufstüten fühlen sich leichter an und der sonst so beschwerliche Spaßziergang Sonntag nachmittags wird zur spaßigen Tour. Hier wird Kraft für den Alltag aufgebaut, nur dass kein Eisen verwendet wird.

Die „unangenehme“ Wahrheit: ES IST BODYBUILDING!

Egal aus welchem der oben genannten Gründe man trainiert und auf welche Art und Weise dies geschieht im Endeffekt ist es alles dasselbe:

  • Muskel- und Kraftaufbau
  • Fettabbau

Jeder formt seinen Körper nach seinem Belieben. Bodybuidling bedeutet übersetzt ja auch nicht viel mehr als „Körper formen“.

Es heißt immer nur Muskeln und Kraft rauf, Fett runter.

Das Verhältnis zwischen Muskel- und Fettmasse bestimmt die Optik. „Wenn es schwabbelt, ist es Fett“, sagte schon Arni. Je mehr Muskeln, desto mehr Kontur erhält der Körper. Mehr Muskulatur bedeutet mehr Kraft. Mehr Kraft bedeutet mehr Energie.

Wofür diese Energie verwendet wird ist der einzige Unterschied zwischen allen Facetten von Training. Das ist doch das Schöne am Sport. Es gibt so viele Möglichkeiten genau die Bewegung zu erhalten, die einem Spaß macht, die dann auch langfristig zum Teil des Lebens wird.

Am meisten Spaß macht es wenn es lange Spaß macht. Verletzungsfrei zu sein ist da eine Grundvoraussetzung. Schau dir an wie häufig verletzte Sportler darum kämpfen auf ihr altes Niveau zu kommen. Verletzungsfrei zu sein bedeutet immer wieder auf ein höheres Niveau zu steigen.